Am 1. Oktober feierte die IGS Lengede ein Kartoffelfest mit der gesamten Schulgemeinschaft. Vorausgegangen waren monatelange Arbeiten im Schulgarten – das Kartoffelsetzen im Mai, die Ackerpflege über den Sommer und die Ernte im September. 

Auf dem Acker in die Erde: Kartoffeln selbst anbauen

Den Grundstein für das Kartoffelprojekt legten die Schüler bereits Ende Mai im Rahmen des Unterrichts. Sie bereiteten selbstständig die Fläche im Schulgarten für den Anbau vor, lockerten den Boden und zogen gerade Reihen, in die die Saatkartoffeln gesetzt wurden. Zum Abschluss bedeckten die Schüler die Kartoffeln wieder mit Erde.

Bei dieser praktischen Arbeit lernten sie die einzelnen Schritte des Kartoffelanbaus kennen und erfuhren, welche Voraussetzungen Pflanzen zum Wachsen benötigen. Der Schulgarten machte sichtbar, welche Pflege, Zeit und Ressourcen im Lebensmittelanbau nötig sind. So konnten die Schüler am konkreten Beispiel miterleben, wie sich aus den gesetzten Kartoffeln im Laufe der Monate neue Knollen entwickelten.

Eine Ernte, viele Gerichte: Das erste Kartoffelfest

Ende September haben die Jugendlichen die Kartoffeln aus dem Schulgarten geerntet. Sie haben die Erde gelockert und zahlreiche Knollen ausgraben. Sie konnten sehen, was aus den im Frühjahr gesetzten Pflanzen geworden war.

Am 1. Oktober feierte die IGS Lengede ihre Ernte mit dem ersten Kartoffelfest der Schule. Schüler des 10. Jahrgangs verwandelten die selbst angebauten Kartoffeln in verschiedene Gerichte. Auf dem Speiseplan standen unter anderem Kartoffelpuffer, Kartoffelsalat, Kartoffelgratin und Ofenkartoffeln. Die Oberstufenschüler des 12. Jahrgangs unterstützten den Verkauf, während die Schüler des 13. Jahrgangs die Getränkeversorgung übernahmen.

So wurde das Kartoffelfest zu einer Gemeinschaftsaktion, an der unterschiedliche Jahrgänge beteiligt waren. Die selbst geernteten Kartoffeln bildeten dabei den Mittelpunkt und zeigten, wie vielseitig sich ein einzelnes Lebensmittel in der Küche verarbeiten lässt. Vom Anbau über die Ernte und Zubereitung bis zum Verkauf konnten die Schüler verschiedene Stationen der Lebensmittelverarbeitung praktisch kennenlernen.

Lernort Mensa: Ernährungsbildung, die im Alltag ankommt

Der Anbau der Kartoffeln im Schulgarten war eine Maßnahme, die im Rahmen des Projekts „Lernort Mensa“ umgesetzt wurde. Der VDSKC und das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz fördern die IGS Lengede sowie sechs weitere Modellschulen. Unterstützt wird bei Aktivitäten rund um Ernährungsbildung, Mensa und Schulverpflegung. So sollen Kinder und Jugendlichen die Herkunft, Vielfalt und Bedeutung von regionalen Lebensmitteln ganz praktisch erleben.

Der eigene Gemüseanbau im Schulgarten gehörte an allen beteiligten Modellschulen fest zum Programm. So konnte Ernährungsbildung unmittelbar erfahren werden: Die Schüler arbeiteten mit Erde und Gartengeräten, beobachteten das Wachstum der Pflanzen und erlebten, wie aus selbst angebauten Lebensmitteln Mahlzeiten entstehen. Das Kartoffelfest an der IGS Lengede verknüpfte diese Erfahrungen mit der Zubereitung und dem gemeinsamen Essen.

Das Projekt „Lernort Mensa“ läuft noch bis Ende 2026. Die Erfahrungen aus Lengede zeigen, wie sich Unterricht, Schulgarten und Schulverpflegung miteinander verbinden lassen. Wenn Kinder Lebensmittel selbst anbauen und verarbeiten , wird Essen zu einem Lerngegenstand, der weit über den Unterricht hinausreicht.

Die Social Media-Team der Schule hat begleitend zwei Videos erstellt:

Video vom Kartoffelsetzen
Video von Kartoffelernte und Kartoffelfest