Gestern besuchte Miriam Staudte, Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, die Grundschule Wettbergen in Hannover. Die Schule ist eine von sieben Modellschulen, die am Bildungsprojekt „Lernort Mensa“ teilnehmen. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der 3. und 4. Klasse bepflanzte die Ministerin erste neu errichtete Hochbeete.
„Wir sollten Schulmensen künftig nicht nur als Ort der Sättigung sehen, sondern als Lernort für gesunde Ernährung und gemeinsames Essen als kulturelle Errungenschaft wiederentdecken. Wenn ein Kind in der Schule lernt, wie es einen Obstsalat zubereitet, wird es das Wissen auch nach Hause tragen“, erklärt Miriam Staudte das Projekt, das vom Ministerium finanziell gefördert wird. „Wir wollen, dass die Zubereitung von Essen gelehrt wird und wir nicht tatenlos zuschauen, dass Essen immer mehr bedeutet, Fertiggerichte zu konsumieren und sich dabei ein Kochvideo anzuschauen. Das 1,2 Millionen Euro umfassende Projekt ermöglicht es den Schulen in diese Entwicklung zu investieren: Vom Personal zur Ernährungsberatung bis hin zu Veränderungen der Mensen und Küchen haben wir bewusst einen weiten Bogen gespannt. Dieses Spektrum erleichtert es den verschiedenen Schulformen für sie passende Potenziale zu heben.“
Die Grundschule Wettbergen wurde aus 90 Bewerbungen ausgewählt und erhält bis Jahresende fachliche und finanzielle Unterstützung. Schulleiter Robert Kühn freut sich über die Möglichkeiten, die das Projekt seiner Schule bietet: „Als Ganztagsschule verstehen wir uns bewusst als Lebensraum für Kinder. Lernen findet bei uns nicht nur im Klassenraum statt, sondern über den gesamten Tag hinweg – im Unterricht, im offenen Ganztag und bei gemeinsamen Aktivitäten. Dazu gehört für uns ganz selbstverständlich auch das gemeinsame Essen. Mit den Projektmitteln können wir vielfältige Vorhaben realisieren – von praxisnahen Unterrichtseinheiten über Koch- und Ernährungsangebote bis hin zu Exkursionen. Besonders freuen wir uns, dass die Kommune nun auch Mittel bereitstellt, um unsere Mensa baulich und konzeptionell zu einem echten Lernort weiterzuentwickeln.“
Neben der dpa war auch der NDR mit einem Team vor Ort und hat den Termin begleitet.
Foto: Jan Hinkes

